Ihr wollte Gewürze frisch mahlen, habt aber keinen Mörser zur Hand? Kein Problem, wir verraten euch vier Methoden wie ihr Gewürze auch ohne Mörser mahlen könnt.

Zugegeben ein wenig Geduld ist ohne richtige Hilfsmittel erforderlich. Wer gerne und des öfteren mit Gewürzen kocht, legt sich am besten passendes Werkzeug zu. Das geht nicht nur schneller, sondern macht auch viel mehr Spaß. Hier könnt ihr herausfinden, welches Werkzeug am besten zu Euren Bedürfnissen passt.

4 Methoden wie sich Gewürze ohne Mörser mahlen lassen

1. Teigrolle/ Nudelholz

Die Gewürze zunächst in eine kleine Plastiktüte füllen, dass die Samen durch den Druck nicht wegspringen. Dann die Tüte auf eine belastbare Arbeitsfläche legen und mit dem Nudelholz darüber rollen. Ein feines Pulver darf man in der Regel nicht erwarten. Für die meisten Zwecke ist es aber völlig ausreichend. Wer gerne ein feineres Ergebnis hätte, kann zwischen Methode 1 und 2 abwechseln:)

2. Fleischklopfer, Tassenboden oder ähnliches

Wer auch kein Nudelholz besitzt, kann sich mit einem Fleischklopfer oder einem anderen Gegenstand mit einer flachen Unterseite behelfen (z.B. ein Glas). Auch für diese Methode füllt man die Gewürze zunächst in eine Plastiktüte und legt sie auf eine belastbare Arbeitsfläche. Die Gewürze können dann zerdrückt und klein geschlagen werden.  Diese Methode funktioniert gut bei weichen Gewürzen.

3. Kaffeemühle

Wer eine Kaffeemühle zur Hand hat, kann sich das Leben einfach machen. Die Gewürze einfüllen und los gehts (fast).  Ein kleines Hindernis steht Euch wahrscheinlich noch im Weg, und das sind alte Kaffeearomen, die ihr nicht in euren Gewürzen wiederfinden wollt. Aber auch hierfür gibt’s eine einfache Lösung: jagt einfach 1-2 Hände Reis durch die Mühle, um Gerüche zu neutralisieren. Wer die Kaffemühle danach wieder für Kaffee verwenden will, sollte das Spiel nach dem Gewürze-Mahlen wiederholen. Besonders zu empfehlen sind Kaffeemühlen übrigens bei schwer mahlbaren Gewürze wie Kümmel oder Bockshornklee. In dem Fall sind sie sogar Mörsern vorzuziehen.

4. Pfeffermühle

Was für Pfeffer gut ist, kann auch für andere Gewürze nicht schaden. Unsere letzte Lösung liegt also klar auf der Hand: Pfeffer raus, Gewürze rein und los geht’s. Mit einer guten Mühle kriegt ihr problemlos die meisten  Gewürze klein. Manche müsst ihr ggf. vorher grob zerkleinern.

So oder so: Rösten erleichtert das Mahlen!

Gewürze lassen sich leichter mahlen, wenn sie vorher kurz in einer Pfanne geröstet wurden. Die Gewürze dazu in einer Pfanne erhitzen und ca. 2-3 Minuten rösten. Die Gewürze immer wieder wenden und aufpassen, dass sie nicht anbrennen. Gewürze entfalten beim Röste ihr volles Aroma. Wenn man das riecht, sind sie fertig und bereit um gemahlen zu werden!  Das Anrösten erleichtert die Arbeit besonders bei harten Gewürzen, wie z.B. Bockshornkleesamen.