Du kochst am liebsten mit reichlich Rotwein und jede Menge Pfeffer? Dann ist „Quatre Epices“ das richtige Gewürz für Dich. Pfeffrige Schärfe und aromatische Gewürze sorgen für ein kleines Feuerwerk auf der Zunge. Pfeffer und Ingwer sorgen für knackige Schärfe und ein anhaltendes Kribbeln auf der Zunge. Unbeschreiblich und nicht vergleichbar mit der Schärfe, die man von Chilis kennt.

Was ist Quatre Epices genau?

„Quatre Epices“ ist eine der wenigen (oder sogar die einzige?), traditionelle Gewürzmischung Europas. Wie der Name verspricht, stammt die Mischung aus Frankreich und besteht in ihrer klassischen Variante aus vier Zutaten: weißer Pfeffer, Muskat, Nelke und Ingwer. Damit vereint sie all jene  Köstlichkeiten, die im mittelalterlichen Frankreich hoch im Kurs standen. Heutzutage ist anstatt Ingwer eher Zimt in der Mischung zu finden. Das macht die Mischung etwas milder und wärmer. Auch wird zumindest ein Teil des weißen Pfeffers gerne durch schwarzen Pfeffer ersetzt, was ebenfalls etwas von der Schärfe nimmt. Es gibt übrigens ein Einzelgewürz, welches „Quatre-Epice“ aromatisch sehr ähnlich ist, und das ist Piment. Piment vereint Aromen von Pfeffer, Nelken, Muskat und Zimt. Kein wunder also, dass man auch in ihn oft auf der Zutatenliste von „Quatre Epices“ findet.

Verwendung Quatre Epices

Quatre Epices an Fleisch, Wurst & Pasteten

Quatre Epices wird ganz klassisch zum Würzen von Fleisch und Gefügel aller Art benutzt. Es findet seinen Weg in unzählige Terrinen und Pasteten. Ich bin großer Fan von Quatre Epices in Ragouts mit dunklem Fleisch und Rotwein. Wer das Fleisch zunächst in Quatre Epices mariniert enthält ein ganz besonders intensives Geschmackserlebnis, denn die Aromendringen tief ins Fleisch ein und entfacht mit jedem Bissen Feuer auf der Zunge. Ein weiteres Paradbeispiel für die Verwendung von Quatre Epices“ist die franko-kanadische „Tourtière“ – eine klassische Hackfleischtarte, die in Quebenc zu allerlei festlichen Anlässen gereicht wird.

Quatre Epices an Süßem und Obst

Neben Fleisch wird „Quatre Epices“ in Frankreich auch für Süßes verwendet, wie z.B. für Elsässische Weihnachtsplätzchen. Ein wenig schärfer und gleichzeitig weniger „weihnachtlich“ als gewöhnliches Lebkuchengewürz sorgt es hier für nette Abwechslung. Die Mischung sorgt außerdem in Obstkuchen und Kompotts aus Apfel oder Birne für den gewissen Kick.

Quatre Epices an Gemüse

Die meisten Gemüsesorten haben es dagegen etwas schwer sich gegen die starken Aromen durchzusetzen. Ein Klassiker ist aber z.B. eingelegter Kürbis mit Quatre Epices. Generell funktioniert es toll mit süßem Wurzelgemüse, wie z.B. Karotte oder Süßkartoffel. Die Süße wird durch den Pfeffer etwas in Schach gehalten und kann außerdem den warmen Aromen Standhalten. Zusätzlich mit Rotwein kombiniert kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Unser Rezept für Süßkartoffel-Auberginen Schmortopf mit „Quatre Épices“ macht es vor.

Quatre Epices Selber Machen

Da die Mischung nur aus wenigen Zutaten und sehr gebräuchlichen Gewürzen besteht, bietet es sich an die Mischung selbst herzustellen.

Wenn ihr es französischen Köchen gleichtun wollt, dann mahlt eurer Quatre Epices also frisch und nach Bedarf. Holt also den Mörser raus und macht euch bereit. Ein klassisches Grundrezept inklusive verschiedener Variationsmöglichkeiten findet ihr in unserem Beitrag:  DIY: Quatre Epices selber machen.